„Und was machst du so?“

Kennst du das? Du bist beim Netzwerktreffen, auf einer Veranstaltung oder einfach beim Gespräch mit einer neuen Bekanntschaft, und dann kommt diese eine Frage: „Was machst du eigentlich?“

Du weißt genau, was jetzt folgt: ein langer Anlauf, zu viele Informationen auf einmal, ein zögerliches „Also, ich mache eigentlich so einiges…“. Dein Gegenüber schaut schon ein bisschen verloren drein. Dabei hast du wirklich tolle Arbeit zu bieten. Es fehlt nur das eine: ein klarer Elevator Pitch.

Was ist ein Elevator Pitch überhaupt?

Der Name kommt daher, dass du dein Angebot in der Zeit einer Aufzugfahrt auf den Punkt bringen sollst. Dafür bleiben dir etwa 30 bis 60 Sekunden. Nicht mehr, nicht weniger. Viele lösen diese Herausforderung, indem sie ihren vorbereiteten Text auswendig lernen. Dabei sollte ein guter Elevator Pitch eine klare, menschliche Antwort auf die Frage sein: Wem hilfst du, was zu erreichen?

Das klingt einfach. Ist es aber nicht, denn die meisten von uns denken bei dieser Frage zuerst an sich selbst. An ihre Ausbildung, ihre Methode, ihre Zertifikate. Dein Gegenüber interessiert das erst in zweiter Linie. Was er oder sie wirklich wissen will: „Kann diese Person mir helfen?“

Die einfachste Formel, die funktioniert

Hier ist ein Grundgerüst, das du sofort ausprobieren kannst:

„Ich helfe [Zielgruppe], [Problem oder Herausforderung] zu lösen, damit [Ergebnis oder Veränderung].“

Klingt so einfach und genau das ist die Stärke.

Ein paar Beispiele aus der Praxis:

„Ich helfe Frauen, die sich selbstständig machen, ihren ersten professionellen Auftritt zu entwickeln, ohne dass sie Monate damit verbringen.“

„Ich begleite Therapeutinnen dabei, ihre Praxis online sichtbar zu machen, ohne sich in Social Media zu verlieren.“

„Ich helfe Coaches, endlich in Worte zu fassen, was sie eigentlich anbieten, damit ihre Wunschkunden erkennen, was das Coaching für sie wertvoll macht.“

Merkst du, wie konkret das ist? Keine Floskeln, keine Fachbegriffe, keine ellenlange Erklärung.

Die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest

Fehler 1: Du redest über dich, nicht über deine Kunden. „Ich bin ausgebildete systemische Coach mit 15 Jahren Erfahrung…“ Das mag stimmen. Aber es beantwortet nicht die Frage: Was habe ich davon?

Fehler 2: Du versuchst, alles zu erklären. Dein Angebot ist vielschichtig. Das ist wunderbar. Beim Elevator Pitch geht es aber darum, Neugier zu wecken, nicht alles auf den Tisch zu legen.

Fehler 3: Du klingst wie alle anderen. „Ich begleite Menschen auf ihrem Weg zu mehr Lebensqualität.“ Das sagen leider viele. Trau dich, spezifischer zu sein, auch wenn es sich anfangs eng anfühlt.

Dein Pitch darf sich entwickeln

Ein Elevator Pitch ist kein einmal verfasstes Dokument, das du jahrelang auswendig vorträgst. Er wächst mit dir. Mit jedem Gespräch merkst du, was bei deinem Gegenüber ankommt, was ihn neugierig macht, was Fragezeichen erzeugt.

Fang einfach an. Schreib eine erste Version und sage sie laut auf. Teste sie im nächsten Gespräch. Und dann justiere nach.

Würde, hätte, könnte, sollte – los geht’s! 

Nicht sicher, wo du anfangen sollst?

Manchmal liegt das Problem tiefer: Du weißt selbst noch nicht ganz genau, für wen du eigentlich arbeitest oder was dich wirklich von anderen unterscheidet. 

Genau dafür gibt es unsere Impulsberatung: In 45 Minuten finden wir heraus was fehlt, damit deine Positionierung klarer wird und was du tun kannst, damit du beim nächsten Netzwerktreffen weißt, was du sagst.

Hier zur Impulsberatung

Du hast Fragen oder möchtest deinen Pitch testen? Schreib uns: post@wie-geht-marketing.de

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